Date of Award

Spring 1-1-2012

Document Type

Thesis

Degree Name

Master of Arts (MA)

Department

Germanic & Slavic Languages & Literature

First Advisor

Beverly Weber

Second Advisor

Henry Pickford

Third Advisor

Helmut Müller-Sievers

Abstract

In ihrem Roman "Die größere Hoffnung", welcher im Jahr 1948 veröffentlicht wurde, beschreibt Ilse Aichinger die Kindheit und Jugend der halbjüdischen Protagonistin Ellen und ihrer jüdischen Freunde in Wien. Im Rahmen meiner Arbeit untersuche ich die Phantasien der Kinder innerhalb des Romans. Durch den phantasievollen Umgang mit traumatischen Ereignissen kreieren die Kinder ihre eigene Realität, die sich von der vorherrschenden, meist bedrohenden Umwelt unterscheidet. Die Phantasien spiegeln auf der einen Seite die Ängste der Kinder wider und helfen ihnen auf der anderen Seite mit diesen Gefühlen umzugehen und ihnen Ausdruck zu verleihen. Während in den Träumen die traumatischen Erlebnisse unbewusst verarbeitet werden, setzen sich die Kinder im Spiel und auch durch das Erzählen des Märchens aktiv mit den von ihnen empfundenen Bedrohungen auseinander. Im Folgenden wird gezeigt, dass der Roman daher zwei Dinge vereint: Das Durchleben einer traumatischen Neurose und deren Aufarbeitung.

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