Date of Award

Spring 1-1-2013

Document Type

Thesis

Degree Name

Master of Arts (MA)

Department

Germanic & Slavic Languages & Literature

First Advisor

Henry Pickford

Second Advisor

Helmut Müller-Sievers

Third Advisor

Davide Stimili

Abstract

Die folgende Arbeit setzt sich mit Rainer Maria Rilkes Neuen Gedichten auf der Grundlage ästhetischer Prinzipien aus der bildenden Kunst auseinander. Zunächst wird anhand von Lessings Laokoon aufgezeigt, dass bildende Kunst und Literatur, jeweils stofflich limitiert, unterschiedliche Gestaltungsmittel fordern. Anhand dieser Differenzierung wird im Vergleich der Vorträge Moderne Lyrik und Auguste Rodin. Zweiter Teil der Wandel in Rilkes künstlerischem Selbstverständnis von der Subjektivität des poetischen Ausdrucks zur Objektivität der Auseinandersetzung mit dem Ding in der bildenden Kunst erläutert. Diese Beobachtung wird im Folgenden auf Wahrnehmungsprozesse konkretisiert, in Rodins Werk lokalisiert und in der Phänomenologie konzeptualisiert. Den Einfluss der bildenden Kunst auf Rilkes Neue Gedichte gilt es schließlich anhand der Gedichtanalyse ,"Der Tod des Dichters" unter dem Stichwort Objektivität im Kontext der Phänomenologie kritisch zu untersuchen. In der Anerkennung der subjektiven Komponente in den Neuen Gedichten sollen nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die Grenzen einer phänomenologischen Interpretation aufgezeigt werden.

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